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Forschungsprojekt: Neuroleadership (Reinhardt 2012)


Hauptergebnisse Dodekaeder-Modell

a) Effekte auf Leistung

Regressionsanalyse

  • Annäherungsmotivation: ß=0,571; p=0,017
  • Sicherer Bindungsstil: ß=0,442; p=0,022

ANOVA (Gesamtmodell): korr. R²=0,412

 

b) Effekte auf Gesundheit

Regressionsanalyse

  • Fairness: ß=0,522; p=0,018
  • Selbstwert: ß=0,483; p=0,010

ANOVA (Gesamtmodell): korr. R²=0,658

 

Zusammenfassung:

Die Ergebnisse verdeutlichen,

  • dass Leistung von der Annäherungsmotivation und einem sicheren Bindungsstil abhängt, wobei der Einfluss der Annäherungsmotivation (ß=0,571) stärker ist als der des sicheren Bindungsstils (ß=0,442).
  • dass Gesundheit von der empfundenen Fairness und dem Selbstwert Sicherheit abhängt, wobei der Einfluss der Fairness (ß=0,522) etwas stärker ist als der des Selbstwerts (ß=0,483).

Insgesamt wird deutlich, dass von den beiden Modellkomponenten das SCARF-Modell lediglich bei der Erklärung von Gesundheit einen Beitrag leistet: Das Erleben von Fairness spielt hier eine entscheidende Rolle. In Bezug auf die Erklärung bzw. Gestaltung der Leistung spielen die Variablen des SCARF-Modells dagegen keine Rolle.

Umgekehrt wird deutlich, dass die Variablen der Konsistenztheorie einen größeren Beitrag zur Erklärung und somit Beeinflussung von Leistung und Gesundheit: Hier sind insbesondere die Dimensionen "Annäherungsmotivation" und "sicherer Bindungsstil" (im Falle der Leistung) und die Dimension "Selbstwert" (im Falle der Gesundheit) bedeutsam.

Kurz und gut: Auch hier wird deutlich, dass das SCARF-Modell nur in Grenzen eignet, einen Beitrag zur Steuerung bzw. Beeinflussung Gesundheit zu leisten.

Dennoch ist positiv zu erwähnen, dass es mittels des Dodekaeder-Modells gelingt, noch eindeutigere Hinweise zur Beeinflussung von Leistung und Gesundheit abzuleiten: Bei der Leistung ist eine geringfügige Veränderung des korr. R² von 0,409 auf 0,412, bei der Gesundheit ein Zuwachs von korr. R²=0,518 auf 0,658 zu verzeichnen. Dies legt nahe, dass das die Umgebungsvariablen eine höhere Bedeutung bei der Gestaltung gesundheitsförderlicher Organisationen als bei der Leistungssteigerung haben.

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