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Schemata/Handlungsstile im Rahmen von Neuroleadership


Damit sind wir bei folgenden weiteren Anwendungsfeldern des Neuroleadership angelangt:

(1) Personenbezogene Perspektive: Wir können einerseits fragen, inwiefern sich die Führungskräfte und Mitarbeiter in Hinblick auf ihre

  • Bindungsstile: sicher, anklammernd, ängstlich-vermeidend, abweisend
  • Kontrollstile:internale vs. externale Kontrollüberzeugungen
  • Selbstwertgefühl: hoch vs. niedrig
  • Lust-Unlustbalance: Balance bzw. Dysbalance zwischen positiven und negativen Emotionen
  • Dominante motivationale Schemata: Annäherung vs Vermeidung

unterscheiden.

 (2) Organisationsbezogene Perspektive: Wir können andererseits fragen, inwiefern die Unternehmenskultur die Befriedigung folgender Bedürfnisse unterstützt oder behindert:

    • Das Bedürfnis nach Orientierung und Kontrolle
    • Das Bedürfnis nach Lustgewinn bzw. Unlustvermeidung
    • Das Bedürfnis nach Bindung
    • Das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung bzw. -schutz

Damit ist das Doedekaeder-Modell des Neuroleadership komplettiert:

  • Einerseits wird mittels des SCARF-Modells nach den organisationalen Rahmenbedingungen gefragt, die es erlauben, das neuronale Belohnungsystem positiv zu beeinflussen und somit die Motivation, Leistung und Gesundheit fördern.
  • Andererseits werden mittels der Konsistenztheorie die Handlungsstile von Personen identifiziert, die in engem Zusammenhang zu Motivation, Leistung und Gesundheit stehen.

Für das Anwendungsfeld des Neuroleadership heisst das:

Das Leistungsverhalten hängt sowohl von den (neurobiologisch begründbaren) Handlungsstilen wie auch von den (neurobiologisch begründbaren) motivationsförderlichen Rahmenbedingungen ab.

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