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Stand: November 2026
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Glossar Neuroleadership

25 Begriffe aus Neuroleadership, Hirnforschung und Führungspsychologie, kurz und verständlich erklärt. Wo es einen ausführlichen Beitrag gibt, ist er verlinkt.

Hirnforschung

Amygdala

Mandelkern im Schläfenlappen, an der schnellen Bewertung von Reizen beteiligt, besonders bei Bedrohung. Sie ist nicht nur für Angst zuständig, sondern auch für Aufmerksamkeit und das Erkennen von Bedeutsamem.

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Denkfehler

Ankereffekt

Denkfehler: Eine zuerst genannte Zahl beeinflusst spätere Schätzungen, auch wenn sie willkürlich ist.

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Hirnforschung

Arbeitsgedächtnis

Fähigkeit, Informationen für kurze Zeit bereitzuhalten und mit ihnen zu arbeiten, etwa beim Abwägen. Stützt sich stark auf den präfrontalen Kortex und leidet unter akutem Stress.

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Denkfehler

Bestätigungsfehler

Neigung, Informationen zu suchen und zu bevorzugen, die die eigene Meinung stützen.

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Hirnforschung

Cortisol

Stresshormon aus der Nebennierenrinde. Es stellt Energie bereit und wirkt auf viele Organe, auch auf das Gehirn. Dauerhaft erhöhte Werte gelten als belastend.

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Hirnforschung

Dopamin

Botenstoff, der unter anderem beim Lernen aus Belohnungen wichtig ist. Er reagiert besonders, wenn etwas besser ausfällt als erwartet. Die Bezeichnung „Glückshormon“ ist verkürzt.

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Hirnforschung

fMRT

Funktionelle Magnetresonanztomografie. Misst Veränderungen der Durchblutung im Gehirn und lässt so Rückschlüsse auf aktive Regionen zu. Zeigt Zusammenhänge, nicht die Wirksamkeit von Methoden.

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Modelle

Grundbedürfnisse nach Grawe

Vier psychologische Bedürfnisse der Konsistenztheorie: Bindung, Orientierung und Kontrolle, Selbstwerterhöhung und -schutz sowie Lustgewinn und Unlustvermeidung.

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Denkfehler

Gruppendenken

Entscheidungsfehler in Gruppen: Der Wunsch nach Einigkeit verdrängt Widerspruch und das Prüfen von Alternativen.

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Modelle

Konsistenztheorie

Modell von Klaus Grawe: Menschen streben nach Übereinstimmung ihrer seelischen Vorgänge (Konsistenz), die von der Befriedigung der Grundbedürfnisse abhängt.

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Grundlagen

Lerntypen

Annahme, Menschen lernen besser, wenn der Stoff zu ihrem bevorzugten Sinneskanal passt. Für den Unterricht nicht ausreichend belegt und daher ein bekannter Neuromythos.

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Grundlagen

Neuroleadership

Anwendung von Erkenntnissen aus Neurowissenschaften und Psychologie auf Führung. Kein eigener Führungsstil, sondern ein Blickwinkel; der Begriff geht auf David Rock zurück.

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Grundlagen

Neuromythen

Falsche oder stark verkürzte Aussagen über das Gehirn, die sich auf Forschung berufen, etwa der 10-Prozent-Mythos.

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Hirnforschung

Neuroplastizität

Fähigkeit des Gehirns, sich durch Erfahrung und Lernen zu verändern, bis ins hohe Alter.

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Hirnforschung

Noradrenalin

Botenstoff und Hormon, das bei Stress und Aufmerksamkeit eine Rolle spielt. Hohe Mengen schwächen die Arbeit des präfrontalen Kortex.

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Hirnforschung

Oxytocin

Hormon, das an sozialer Bindung und Vertrauen beteiligt ist. Seine Wirkungen hängen stark von Person und Situation ab; die Bezeichnung „Kuschelhormon“ vereinfacht stark.

Kurz erklärt
Denkfehler

Planungsfehler

Neigung, Dauer und Kosten eigener Vorhaben zu unterschätzen, obwohl ähnliche Vorhaben früher länger dauerten.

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Methoden

Prä-mortem

Methode vor wichtigen Entscheidungen: Man stellt sich vor, das Vorhaben sei gescheitert, und sammelt mögliche Gründe. Geht auf den Psychologen Gary Klein zurück.

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Hirnforschung

Präfrontaler Kortex

Vorderster Teil der Großhirnrinde, wichtig für Planung, Arbeitsgedächtnis, Impulskontrolle und flexibles Denken. Reagiert empfindlich auf Stress.

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Modelle

Psychologische Sicherheit

Nach Amy Edmondson die im Team geteilte Überzeugung, dass man zwischenmenschliche Risiken eingehen kann, etwa Fragen stellen oder Fehler zugeben.

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Modelle

SCARF-Modell

Modell von David Rock (2008) mit fünf sozialen Bereichen: Status, Certainty (Gewissheit), Autonomy, Relatedness (Verbundenheit) und Fairness.

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Modelle

Selbstbestimmungstheorie

Motivationstheorie von Edward Deci und Richard Ryan mit drei Grundbedürfnissen: Autonomie, Kompetenz und soziale Eingebundenheit.

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Modelle

System 1 und System 2

Von Daniel Kahneman bekannt gemachte Unterscheidung: schnelles, automatisches Denken (System 1) und langsames, abwägendes Denken (System 2).

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Denkfehler

Versunkene Kosten

Denkfehler: An einem Vorhaben festhalten, weil schon viel investiert wurde, obwohl ein Neustart sinnvoller wäre.

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Modelle

Yerkes-Dodson-Regel

Annahme, Leistung steige mit der Anspannung bis zu einem mittleren Niveau und falle danach. Geht auf Tierversuche von 1908 zurück und ist in der heute verbreiteten allgemeinen Form nicht belegt.

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